Jagdreisen Moldehn
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Jagdreisen

Spanien: Steinbockjagd 2011

Beschreibung

Der Spanische Steinbock (Capra pyrenaica) ist die Hauptwildart des Landes. Es gibt vier Unterarten: den Gredos-, den Beceite-, den Sierra Nevada- und den Ronda-Steinbock. Die charakteristischen, oft in Lyraform geschwungenen Trophäen sind für Jäger äußerst interessant. Die Wildbestände sind außerordentlich gut, und im Vergleich zu anderen Jagdländern reicht meist ein Aufenthalt von zwei bis drei Tagen, um die Reise zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Die Jagdzeit ist von Anfang August bis Ende März, aber die beste Zeit ist im November und Dezember während der Brunft. In diesen kalten Wintermonaten ziehen die Ibex-Rudel meist in niedrigere Regionen, was die Jagd etwas einfacher macht. Zudem stehen die reifen Böcke dann bei den Rudeln, das Wild ist fast den ganzen Tag auf den Läufen, und man hat viel Anblick. Anspruchsvoller wird die Jagd, wenn man z. B. im August/September oder im Frühjahr auf den im Berg stehenden „Macho Montes“ jagen möchte. Obwohl der Spanische Steinbock mit einem Lebendgewicht von ungefähr 60 bis 80 Kilogramm nicht zu dem stärksten gehört, ist er doch wie alle Steinböcke recht schusshart. Kaliber ab .30-06 sind die Untergrenze, auch sollte man sich auf eventuelle Weitschüsse einstellen.

Sierra Nevada-Steinbock: Die Sierra Nevada in der Provinz Granada ist Spaniens höchste (bis 3.500 Meter) Bergkette. Hier ist das Hauptverbreitungsgebiet dieses gleichnamigen Steinbockes. Er ist kleiner als der Gredos und Beceite Ibex, sowohl hinsichtlich der Wildbretgewichte als auch der Trophäen. Die Jagd ist eine klassische Bergjagd, und eine gute Kondition ist von Vorteil. Es gibt jedoch auch leichter begehbare Revierteile. Die durchschnittlichen Trophäenstärken liegen zwischen 65 und 70 Zentimetern, das heißt im Bronzemedaillen-Bereich. Mit etwas Glück kann man aber auch stärkere bekommen.

Ronda-Steinbock: Dieser Ibex ist der kleinste der vier Arten. Der Durchschnittsbock erreicht Trophäen von 50 bis 55 Zentimetern, bessere Böcke weisen Schlauch-längen bis etwa 70 Zentimeter auf, und nur in Aus-nahmefällen kommen sie an die 80- bis 85-Zentimeter-Marke heran. Die Hörner zeigen nach hinten und ähneln denen des Alpensteinbocks. Die Sierra de Ronda, westlich von Malaga gelegen, gibt diesem Steinbock seinen Namen. Dieser Gebirgszug ist mit knapp 2.000 Metern zwar nicht sehr hoch, aber ziemlich zerklüftet und teilweise mit dichtem Busch bewachsen. Dadurch ist das Jagdgebiet schwer begehbar und fordert dem Jäger so einiges an Kondition ab.

Gredos-Steinbock: Der „Gredos“ ist der wohl bekannteste und begehrteste Vertreter dieser vier Ibex-Arten. Er ist auch der stärkste und – wie sein Name schon sagt – im Gredos-Gebirge, etwa 200 Kilometer westlich von Madrid, beheimatet. Der Bestand ist recht hoch und der Anteil an guten reifen Böcken gut bis sehr gut. Gejagt wird normalerweise in 1.400-2.000 Metern Höhe in einer großartigen Berglandschaft mit zum Teil steilen Hängen, die mit Büschen, Eichen und wilden Walnussbäumen bewachsen sind. Die höchste Erhebung ist der Pico de Almanzor mit 2.592 Metern. Die Jagd ist nicht ganz einfach – das Steinwild hier ist relativ scheu. Dennoch ist der Jagderfolg mit einem Quäntchen Glück fast sicher und die Chance auf eine Medaillentrophäe bestens, wobei die Schlauchlängen bei diesen Böcken zwischen 70 bis 80 Zentimeter erreichen. Alles was darüber liegt, gehört dann schon zur Rekordklasse.

Beceite-Steinbock: Der zweitstärkste Ibex ist der Beceite-Steinbock, obwohl Kenner behaupten, sein Trophäen-durchschnitt liege im Augenblick über dem des Gredos. Die Hörner beider Arten haben eine ähnliche Form, krümmen sich beim Beceite-Bock aber nicht so weit nach hinten. Gejagt wird in den Bergen von Beiceite und Tortosa, südwestlich von Barcelona, in einer Höhe zwischen 200 bis 1.000 Metern. Dieses Gebiet mit Mittelgebirgscharakter hat für spanische Verhältnisse relativ viel Wald und Unterwuchs, so dass die meisten Revierteile wegen der forstwirtschaftlichen Nutzung recht gut erschlossen sind. So kann der Jäger mit dem Geländewagen fahren und oft von den Forststrassen aus das Wild beobachten. Ist ein schussbarer Bock ausgemacht, heißt es, das Stück zu Fuß anzupirschen. Je nach Kondition des Jägers können die Pirschgänge auch weiter ausgedehnt werden. Starke Böcke bringen Trophäen mit Schlauchlängen bis etwa 85 Zentimeter hervor, was dann schon in die Goldmedaillenklasse gehört. Spitzentrophäen können sogar bis 90 Zentimeter erreichen.

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